DESIGN LODGE – REAL RETAIL MAGAZIN

Ausgabe 2
Januar. 2013

WIE EINE LIEBESBEZIEHUNG

Der New Yorker Retail-Architekt Ross Anderson behauptet, dass Kunden nicht getäuscht werden können. Warum Kundenbeziehungen stattdessen manchmal wie eine Liebesbeziehung funktionieren und alles auf die Sinne ankommt, erklären deutsche Architekten und Storedesigner.

Der Kunde ist immer Bezugspunkt für ein Unternehmen. Das gilt im Besonderen für den Bereich Retail. Hier findet das statt, was maßgeblich über den Erfolg einer Marke entschei- det: die Präsentation des Produktes sowie dessen Darstellung und Aufwertung durch Architektur, Shopdesign und visuelle Kommunikation. Nur wenn die Bedürfnisse des Einzelnen erfüllt werden, entsteht eine emotionale Bindung, die aus Konsumenten loyale Kunden machen. Vernetzt, informiert, qualitäts- und umweltbewusst sind die Eigenschaften, die die Kunden von heute charakterisieren. Das Ziel muss sein, diesen Kunden gerecht zu werden und einen Ort zu schaffen, der ein Wohlgefühl vermittelt, aber gleichzeitig immer wieder überrascht. Ohne Tricks!

Agenturen sind nicht nur mehr Ideenschmiede und kreativer Entwickler, sondern vielmehr der Sparringpartner mit den verantwortlichen Ansprechpartnern bei unseren Kunden. Viele kreative Entwicklungsprozesse beginnen bereits in den Unternehmen, die wiederum ihre Kunden sehr gut kennen. Die Briefings enthalten zum Teil schon komplette Gestaltungsansätze. Das heißt für uns, neben der perfekten Lösung auch die begründete Herleitung dafür zu liefern.

JAROMIN HECKER & TOM KOPRIUTZ
Geschäftsführer Heckhaus

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First view. First touch. First kiss. Der erste Eindruck, den ein Kunde von einer Marke hat, entschei- det über den Beginn einer Liebesbeziehung. Hier kann ein Wahrnehmungsbruch schon das Aus bedeuten. Wir können Marken unterstützen, um ihr Potenzial besser sichtbar zu machen. Am PoS kann man den ersten Eindruck gezielt steuern. Das nennen wir Markenatmosphäre, was aber nichts mit Täuschung zu tun hat, sondern mit Inszenierung und einer guten Dramaturgie.

MARCUS VON HAUSEN
Geschäftsführer Zeichen und Wunder

Wir erkennen sehr deutlich, dass Konzepte, die nach Zielgruppen und ihren Bedürfnissen ausgerichtet sind, weit mehr Erfolge erzielen, als Konzepte die sich ausschließlich mit ihrer eigenen Markendarstellung präsentieren. Aber natürlich ist der Kunde nicht dumm. Der Deutsche will abgeholt werden. Man muss unterscheiden zwischen täuschen und bedarfsgerechtem Anbieten. Sie müssen dem Kunden zeigen, was sein Vorteil ist und nicht verstecken, was sein Nachteil sein wird. Überraschend für uns ist es immer wieder zu sehen, dass gerade kleine Unternehmen oder Familienunternehmen sehr nah an ihrem Kunden dran sind und dass gerade diese Firmen oft mehr wissen, als jeder Großkonzern und jede Theorie großer Unternehmensberatungen in Bezug auf die Bedürfnisse der Zielgruppen

SILVIA TALMON
Creative Director The Store Designers

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